Bevor ich es demnächst mal wieder nicht schaffe, nutze ich grad mal meine freie Zeit (auch Langeweile genannt), um mal die neusten News aus La Paz City um die Welt zu bringen.
Und ich darf stolz und glücklich mitteilen: Apoyooooo ist zurück :) Jawohl. Die eher öden Ferien (nichts gegen Casa de Paso!!) sind vorbei und es geht in Runde 2!!!
Heute morgen um 9 Uhr gab es das fröhliche Wiedersehen im Casa Esperanza mit allen!! Es war ein schönes Gefühl meine Equipo wiederzusehen. Blöd nur, dass diese Freude ein wenig gedämpft wurde, nachdem alle Projekte ihre Erfolge 2010 und Verbesserungsvorschläge für 2011 vorgestellt hatten und Cristobal, der Chef der Fundacion, uns über Wechsel bezüglich des Personals imformieren musste.
Ich hatte ja schon vorher erwähnt, dass wir wohl einen neuen Mitarbeiter bekommen würden, allerdings war mir damals noch nicht klar, wer. Denn es ist nicht besagter Mitarbeiter aus dem Mädchenheim, sondern ein Educador aus dem Jungenheim, der unsere Sucy ersetzen wird. Einerseits freu ich mich natürlich, andererseits ist es traurig, dass Sucy wechseln muss, weil ich sie wirklich total gern mag und sie oft eine Stütze im "harten Kampf" gegen die Chefin war.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen kam dann ein Experte und hielt einen Vortrag zum Thema "Selbstmotivation" (falls das Wort tatsächlich so existiert). Abgesehen von der Tatsache, dass dieser knapp 4 Stunden dauerte, war es doch recht interessant, wenn auch ziemlich theoretisch und an manchen stellen abwegig ;). Aber gut, irgendwie muss man das Person ja auf Trab halten!!
Am Montag geht es dann in aller Frische weiter im Programm. Zudem ist noch Feiertag (Alasitas) und es wird ein spezielles Mittagessen geben und mal sehen, wie der Nachmittag endet! Bei dieser Fundacion weiß man nie!
Ansonsten ist das Leben in La Paz zur Zeit eher ruhig bis langweilig, weil ein Großteil meiner WG zur Zeit in Santa Cruz auf dem Zwischenseminar ist und wenn nur noch 5 von 12 Leuten da sind, macht sich das schon bemerkbar. Ich bin gespannt, was die anderen von deren Seminar erzählen und genieße jetzt mein Wochenende, in der Hoffnung mich nicht allzu sehr zu langweilen! Und ansonsten habe ich ja jetzt gelernt, wie man sich selbst motiviert =).
Bezüglich der Arbeit ist dies allerdings gar nicht mehr nötig. Ich freue mich auf die nächste Woche, bin gespannt auf den neuen Kollegen und natürlich dann auch auf die Kiddis aus dem Projekt!!!
Also dann, liebe Grüße ins ferne Deutschland!!
Verenis!
Freitag, 21. Januar 2011
Montag, 17. Januar 2011
Halbzeit!!
"Wo sind 6 Monate geblieben? " ... diese Frage stellen wir Volontäre uns in diesen Tagen immer öfter... Wirklich schon ein halbes Jahr Bolivien?
Spätestens auf dem Zwischenseminar wurde (oder wird sich gerade) jeder von uns dessen bewusst.
So machte ich mich wie ungefähr 30 weitere Freiwillige auf den Weg ins warme Santa Cruz, quasi ans andere Ende des Landes.
Am Donnerstag, 6.1.11 in der Früh landeten wir und schon als wir den Flughafen verlassen haben, kam uns die ungewohnt dicke und warme Luft entgegen. Im Kolpinghaus, unserer Unterkunft für eine Woche, lernten wir dann unsere "Kollegen" kennen und wir starteten das Seminar mit einem Kennenlerntag. Die nächsten Tage gingen wir dann weiter ins Detail. Es wurde über die jeweilen kulturellen, politischen, etc Eigenarten der Einsatzländer (Bolivien, Peru, Paraguay und Kolumbien) gesprochen und in Kleingruppen konnte sich jeder genauer mit seiner Arbeit und Lebenssituation auseinandersetzen. Zuerst war ich zugegebenermaßen eher skeptisch (schon wenns ums malen geht, hört bei mir der Spaß auf ;) ), aber nachher habe ich gemerkt, wie interessant und wichtig es ist, einmal einen Blick auf die vergangene Zeit zu werfen, zu überlegen und Unbeteiligten mitteilen zu können, wie man klarkommt und was man gerne noch verbessern würde. Ich habe teilweise durch Schilderungen anderer gemerkt, wie gut es mir eigentlich geht und dass andere noch längst nicht so gut in ihrem Projekt klarkommen. Trotz all der Probleme die meine Chefin mir teilweise beschert, lernt man doch immer wieder das Seinige zu schätzen!
Weitere Highlights waren zum einen der Besuch eines Kinderheims, das im Stil vom SOS-Kinderdorf errichtet wurde sowie der Ausflug aufs Land, wo wir den Tag am Pool genießen konnten.
Trotzdem war ich nach einer Woche froh, wieder nach Hause zu kommen, meinen lieben Mitbewohnern von allem zu berichten und die paar Tage die uns blieben, bis die anderen zu deren Seminar nach Santa Cruz fliegen würden, mit ihnen zu verbringen.
Am Freitag ging es dann im Projekt weiter: wir machten einen kleinen Ausflug mit den Jungs zu einem Haus, das sich eher außerhalb von La Paz befindet. Der Plan war, dort zu übernachten, aber mir machte die Höhe doch etwas zu schaffen und so bin ich früher nach Hause gefahren, um mich auszuruhen. Und jetzt bleiben nur noch 2 Ferientage, bis wir am Donnerstag alle gemeinsam mit der Planung für das Jahr 2011 anfangen. Ich freue mich, meine Kollegen vom Apoyo wiederzusehen und bin gespannt, was das neue Jahr alles für Überraschungen mit sich bringt.
Apropos, ich glaube dies ist sogar mein erster Blogeintrag im neuen Jahr. In dem Sinne:
euch allen viel Glück fürs neue Jahr.. que dios les bendiga , wie man hier sagen würde.
Ich für meinen Teil werde dieses halbe Jahr, das mir bleibt, genießen so gut es geht (auch wenn 2 gute Freunde von mir sich leider für immer von La Paz verabschieden werden... )... die Zeit wird schneller vorbei sein, als es mir vielleicht lieb ist.. besser ich verschwende meine Zeit nicht mit frühen Abschiedsgedanken.. das kann warten.
Auf jeden fall werde ich mich bemühen in Zukunft mehr zu berichten!!
Viele Grüße, hasta luego!
Veri
Spätestens auf dem Zwischenseminar wurde (oder wird sich gerade) jeder von uns dessen bewusst.
So machte ich mich wie ungefähr 30 weitere Freiwillige auf den Weg ins warme Santa Cruz, quasi ans andere Ende des Landes.
Am Donnerstag, 6.1.11 in der Früh landeten wir und schon als wir den Flughafen verlassen haben, kam uns die ungewohnt dicke und warme Luft entgegen. Im Kolpinghaus, unserer Unterkunft für eine Woche, lernten wir dann unsere "Kollegen" kennen und wir starteten das Seminar mit einem Kennenlerntag. Die nächsten Tage gingen wir dann weiter ins Detail. Es wurde über die jeweilen kulturellen, politischen, etc Eigenarten der Einsatzländer (Bolivien, Peru, Paraguay und Kolumbien) gesprochen und in Kleingruppen konnte sich jeder genauer mit seiner Arbeit und Lebenssituation auseinandersetzen. Zuerst war ich zugegebenermaßen eher skeptisch (schon wenns ums malen geht, hört bei mir der Spaß auf ;) ), aber nachher habe ich gemerkt, wie interessant und wichtig es ist, einmal einen Blick auf die vergangene Zeit zu werfen, zu überlegen und Unbeteiligten mitteilen zu können, wie man klarkommt und was man gerne noch verbessern würde. Ich habe teilweise durch Schilderungen anderer gemerkt, wie gut es mir eigentlich geht und dass andere noch längst nicht so gut in ihrem Projekt klarkommen. Trotz all der Probleme die meine Chefin mir teilweise beschert, lernt man doch immer wieder das Seinige zu schätzen!
Weitere Highlights waren zum einen der Besuch eines Kinderheims, das im Stil vom SOS-Kinderdorf errichtet wurde sowie der Ausflug aufs Land, wo wir den Tag am Pool genießen konnten.
Trotzdem war ich nach einer Woche froh, wieder nach Hause zu kommen, meinen lieben Mitbewohnern von allem zu berichten und die paar Tage die uns blieben, bis die anderen zu deren Seminar nach Santa Cruz fliegen würden, mit ihnen zu verbringen.
Am Freitag ging es dann im Projekt weiter: wir machten einen kleinen Ausflug mit den Jungs zu einem Haus, das sich eher außerhalb von La Paz befindet. Der Plan war, dort zu übernachten, aber mir machte die Höhe doch etwas zu schaffen und so bin ich früher nach Hause gefahren, um mich auszuruhen. Und jetzt bleiben nur noch 2 Ferientage, bis wir am Donnerstag alle gemeinsam mit der Planung für das Jahr 2011 anfangen. Ich freue mich, meine Kollegen vom Apoyo wiederzusehen und bin gespannt, was das neue Jahr alles für Überraschungen mit sich bringt.
Apropos, ich glaube dies ist sogar mein erster Blogeintrag im neuen Jahr. In dem Sinne:
euch allen viel Glück fürs neue Jahr.. que dios les bendiga , wie man hier sagen würde.
Ich für meinen Teil werde dieses halbe Jahr, das mir bleibt, genießen so gut es geht (auch wenn 2 gute Freunde von mir sich leider für immer von La Paz verabschieden werden... )... die Zeit wird schneller vorbei sein, als es mir vielleicht lieb ist.. besser ich verschwende meine Zeit nicht mit frühen Abschiedsgedanken.. das kann warten.
Auf jeden fall werde ich mich bemühen in Zukunft mehr zu berichten!!
Viele Grüße, hasta luego!
Veri
Mittwoch, 29. Dezember 2010
Adios 2010!!
Hola a toditos,
es wird mal wieder Zeit, dass ich euch dadrüben im verschneiten Deutschland auf dem Laufenden halte. Und es gibt echt eine Menge zu erzählen.
Zuerst mal muss ich sagen, dass wir uns mitten in den "Ferien" (Volontäre haben bekanntlich keine) befinden, dh ich habe mittlerweile übergangsweise mein Projekt gewechselt, bin aber der Casa de Paso treu geblieben und verbringe im Moment meine Zeit mit den Chicos dort!
Aber zu dem Rest komm ich später.
Erstmal noch zu den guten alten "Apoyo-Zeiten":
Am 15.12. fand in der Casa de Paso die "Clausura de la gestion 2010" statt, quasi eine feierliche Verabschiedung des Jahres 2010. Dafür hat jedes Projekt etwas einstudiert, in unserem Fall gleich 3 Tanzeinlagen. Eingeleitet wurde die ganze Veranstaltung mit einem zuckersüßen Krippenspiel von CEIKU (Kindergarten) und weitergeführt mit einer Pantomine-Einlage von Calle und einem Trabajador der Märchen in anderer Form erzählt hat. Sehr lustig! Zwischendurch gab es dann Tänze von Casa de Paso Acogida und natürlich von unseren Kleinen und Großen. Kathia, Jose Luis und auch Emma können wirklich stolz sein, weil es einfach total goldig war und die Kiddis das total gut gemacht haben! Anschließend gab es dann noch ein gemeinsames Mittagessen auf der Cancha und eine kleine Verabschiedungsrunde, weil einige unserer Kinder einfach nächstes Jahr nicht mehr kommen...
Die Tage nach der Clausura hieß es dann: Evaluacion und sauber machen.
1. Evaluacion. Jedes Team hat sich zusammengesetzt und mithilfe der Planifikation von Januar das Jahr bewertet. Eine wirklich trockene Arbeit, hat allerdings auch einige unangenehme Themen auf den Tisch gebracht. Das ganze wurde dann noch mit Cristobal (Chef der Fundacion) und Sebastian wiederholt.
Anschließend hieß es dann alles sauber machen für das neue Jahr, was in unserem Fall viiel mehr Arbeit war als für andere Projekte, da unsere Räumlichkeiten über weit mehr als nur ein Büro hinausgehen. Aber mit guter Musik und ein paar Späßchen geht das, vor allem bei so einer lustigen Equipo!
Dafür haben wir uns auch letzten Dienstag einen Ausflug gegönnt. Zuerst waren wir im berühmt-berüchtigten "Parque de las Cholas", haben Volleyball gespielt und gegessen und nachher gings ins Schwimmbad + Sauna. Und um der ganzen Verabschiederei noch die Krone aufzusetzen, gab es am Donnerstag ein Mittagessen für alle Mitarbeiter der Fundacion, wo anschließend gefeiert, getanzt, und, wie es bei den Bolivianern nicht fehlen darf, getrunken wurde, und zwar nicht zu wenig. Fundacionsparties sind einfache Highlights und ein Heidenspaß!
Und damit wurden dann die Ferien eingeleitet.
Letzten Freitag hatte ich meinen ersten Tag in der Casa de Paso. Und da es der 24., also Heiligabend war, gab es am späten Nachmittag (dh wirklich verspätet) eine Feier im Hogar (Mädchenheim), wo alle Heime eingeladen waren.
Leider konnte ich nicht so lange bleiben, weil Mario, Paul, Anna und ich um 9 Uhr in die Christmette gehen wollten... "Christmette".... Damit hatte niemand gerechnet.
Erstmal wussten wir nicht, wie spät man hingehen muss, um einen Sitzplatz zu bekommen, also haben wir uns mal gut deutsch eine Stunde vor Beginn auf den Weg gemacht, und wie konnte es anders sein: als wir ankamen, waren nichtmal die Türen offen. Dementsprechend hat das mit dem Sitzplatz gut geklappt und doch recht pünktlich um 9 Uhr ging es dann los. Schon vor der Messe haben wir uns gewundert, warum alle ihre Jesusfigürchen von ihren Krippen von Zuhause mitbringen und auf den Altar legen. Wahrscheinlich um sie segnen zu lassen, dachten wir uns. Aber was man sonst noch mit Jesuskindchen anstellen kann, war uns dann doch nicht bewusst. Wir ahnten nur böses, als wir die Krippe betrachteten, die von oben bis unten blinkte vor lauter Lichterketten.
Zunächst verlief die Messe also relativ unspektakulär, aber als dann nach dem Evangelium ein Krippenspiel aufgeführt wurde, ging der Spaß los. Highlight war eindeutig der Esel, hinter dem sich 2 Personen verbargen und der Josef, der die Hälfte des Spiels nur laut und machomäßig "Maria!!" rief :D . Nicht zu vergessen das lebendige Jesuskind, dass allerdings vom Auftritt des Krippenfigürchens getoppt wurde. Dieses wurde nämlich vom hinteren Teil der Kirche Richtung Altar vom Pfarrer hineingetragen und vorne stolz hochgehalten, wobei es zu schallendem Beifall kam. Ich meine, wenn man einer Marienstatue auf einem Böötchen auf dem Titicacasee mit Mützen zuwinken kann, ist dies auch nicht unmöglich! Erinnerte allerdings doch etwas an den König der Löwen. Und so konnten wir 4 Gringos uns ein kleines Lächeln nicht verkneifen. Aber es war trotzdem Weihnachten und so haben wir einfach mal alles so angenommen, schließlich war uns klar, dass wir nicht in Deutschland sind.
Als wir dann zuhause ankamen, war es doch ein bisschen wie daheim. Krippe (leider keinen Baum), Weihnachtsbeleuchtung und dazu "Stille Nacht" auf CD. Und natürlich ein Festessen. Anschließend saßen wir dann noch zusammen, haben die Weihnachtsgeschichte gelesen und uns auf den nächsten Morgen gefreut. Denn dieses Jahr haben wir es ganz nach englischer Art gemacht und die Geschenke am 25. morgens aufgemacht. Mein Wichtel war übrigens Hannah, wobei Paul mich bewichteln musste. Und er hat auch ziemlich ins schwarze getroffen mit dem Trivial Pursuit-Spiel, was dann unser Zeitvertreib des ganzen Nachmittags wurde. Dazu kam noch ein allerübertrumpfender Brunch mit allem, was das Herz begehrt, sodass wir auch im fernen Bolivien den Teil "Vollfressen" nicht zu kurz kommen lassen haben!
Aber alles schöne hat eine Ende und so ging es am Montag Morgen direkt wieder zur Arbeit.
Und zwar waren bei uns eigentlich Reisevorbereitungen angesetzt, da es am Dienstag in die Yungas (wie schon mit Apoyo) gehen sollte, aber schon bevor ich in der Casa de Paso ankam, wurde mir klar, dass es nicht zur Reise kommen sollte. Denn es wurde quasi über Nacht ein Gesetz herausgebracht, was den Benzinpreis verdoppelt hat (von ca. 3 auf 6 Bolivianos), mit der faulen Ausrede, ihn ans Ausland angleichen zu wollen, um Schmuggel zu verhindern. Dementsprechend sind dann also auch Fahrtpreise usw gestiegen, weshalb es zu Streiks kam. Und da wir die Fahrtkosten in die Yungas nicht mehr bezahlen konnten, wurde die Fahrt gestrichen. In meinem Fall ist ein "leider" überflüssig, da ich ziemlich unmotiviert war, weil ich mit Apoyo schon dorthin gefahren bin. Somit haben wir den Montag und den Dienstag mit reinem Gammeln verbracht. Dazu kam noch das schlechte, regnerische Wetter, was meine Laune noch mehr nach unten gezogen hat. Zwar kenne ich die ganzen Jungs, aber irgendwie ist es doch nicht "mein Projekt", wo ich mich auskenne, mich als Teil der Equipo fühl und weiß, was zu tun ist. Ich muss sagen, (ich hätte es vorher nicht gedacht), dass ich Apoyo vermisse, vor allem meine kleinen schnuffigen Kiddis und meine Equipo, die nächstes Jahr noch Zuwachs von einem Mitarbeiter aus dem Hogar bekommt:) 2011 kann kommen. Motivation ist da!
Jetzt steht erst einmal nach einem doch sehr gelungenen, wenn auch anderem, Weihnachtsfest Silvester an, dann das Zwischenseminar (oh ja.. schon ein halbes Jahr La Paz...) in Santa Cruz und dann gehts in Runde 2.
Ich bin zuversichtlich, dass ich lernen werde, mit der schwierigen Art meiner Chefin besser klarzukommen, jetzt, wo ich gemerkt hab, wie perfekt doch mein Projekt zu mir passt.
Dazu hat neben Annas Papa und Onkel noch Lea ihren Besuch für April angekündigt. Wie ich mich freue, all die faszinierenden Dinde von La Paz mit ihr zu teilen, wenn auch nur für 3 Wochen!
An dieser Stelle einen lieben Gruß in den Telgenkamp, auch an meine "2. Mutti" :)!!!
Und damit habe ich mal wieder einen Roman geschrieben und wünsche euch am Ende allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!! Hasta pronto, se cuidan, un beso!
Veri
Hab vergessen zu sagen, dass ich noch Fotos hochladen werde, aber für die, die es nicht abwarten können --> Annas Blog!
es wird mal wieder Zeit, dass ich euch dadrüben im verschneiten Deutschland auf dem Laufenden halte. Und es gibt echt eine Menge zu erzählen.
Zuerst mal muss ich sagen, dass wir uns mitten in den "Ferien" (Volontäre haben bekanntlich keine) befinden, dh ich habe mittlerweile übergangsweise mein Projekt gewechselt, bin aber der Casa de Paso treu geblieben und verbringe im Moment meine Zeit mit den Chicos dort!
Aber zu dem Rest komm ich später.
Erstmal noch zu den guten alten "Apoyo-Zeiten":
Am 15.12. fand in der Casa de Paso die "Clausura de la gestion 2010" statt, quasi eine feierliche Verabschiedung des Jahres 2010. Dafür hat jedes Projekt etwas einstudiert, in unserem Fall gleich 3 Tanzeinlagen. Eingeleitet wurde die ganze Veranstaltung mit einem zuckersüßen Krippenspiel von CEIKU (Kindergarten) und weitergeführt mit einer Pantomine-Einlage von Calle und einem Trabajador der Märchen in anderer Form erzählt hat. Sehr lustig! Zwischendurch gab es dann Tänze von Casa de Paso Acogida und natürlich von unseren Kleinen und Großen. Kathia, Jose Luis und auch Emma können wirklich stolz sein, weil es einfach total goldig war und die Kiddis das total gut gemacht haben! Anschließend gab es dann noch ein gemeinsames Mittagessen auf der Cancha und eine kleine Verabschiedungsrunde, weil einige unserer Kinder einfach nächstes Jahr nicht mehr kommen...
Die Tage nach der Clausura hieß es dann: Evaluacion und sauber machen.
1. Evaluacion. Jedes Team hat sich zusammengesetzt und mithilfe der Planifikation von Januar das Jahr bewertet. Eine wirklich trockene Arbeit, hat allerdings auch einige unangenehme Themen auf den Tisch gebracht. Das ganze wurde dann noch mit Cristobal (Chef der Fundacion) und Sebastian wiederholt.
Anschließend hieß es dann alles sauber machen für das neue Jahr, was in unserem Fall viiel mehr Arbeit war als für andere Projekte, da unsere Räumlichkeiten über weit mehr als nur ein Büro hinausgehen. Aber mit guter Musik und ein paar Späßchen geht das, vor allem bei so einer lustigen Equipo!
Dafür haben wir uns auch letzten Dienstag einen Ausflug gegönnt. Zuerst waren wir im berühmt-berüchtigten "Parque de las Cholas", haben Volleyball gespielt und gegessen und nachher gings ins Schwimmbad + Sauna. Und um der ganzen Verabschiederei noch die Krone aufzusetzen, gab es am Donnerstag ein Mittagessen für alle Mitarbeiter der Fundacion, wo anschließend gefeiert, getanzt, und, wie es bei den Bolivianern nicht fehlen darf, getrunken wurde, und zwar nicht zu wenig. Fundacionsparties sind einfache Highlights und ein Heidenspaß!
Und damit wurden dann die Ferien eingeleitet.
Letzten Freitag hatte ich meinen ersten Tag in der Casa de Paso. Und da es der 24., also Heiligabend war, gab es am späten Nachmittag (dh wirklich verspätet) eine Feier im Hogar (Mädchenheim), wo alle Heime eingeladen waren.
Leider konnte ich nicht so lange bleiben, weil Mario, Paul, Anna und ich um 9 Uhr in die Christmette gehen wollten... "Christmette".... Damit hatte niemand gerechnet.
Erstmal wussten wir nicht, wie spät man hingehen muss, um einen Sitzplatz zu bekommen, also haben wir uns mal gut deutsch eine Stunde vor Beginn auf den Weg gemacht, und wie konnte es anders sein: als wir ankamen, waren nichtmal die Türen offen. Dementsprechend hat das mit dem Sitzplatz gut geklappt und doch recht pünktlich um 9 Uhr ging es dann los. Schon vor der Messe haben wir uns gewundert, warum alle ihre Jesusfigürchen von ihren Krippen von Zuhause mitbringen und auf den Altar legen. Wahrscheinlich um sie segnen zu lassen, dachten wir uns. Aber was man sonst noch mit Jesuskindchen anstellen kann, war uns dann doch nicht bewusst. Wir ahnten nur böses, als wir die Krippe betrachteten, die von oben bis unten blinkte vor lauter Lichterketten.
Zunächst verlief die Messe also relativ unspektakulär, aber als dann nach dem Evangelium ein Krippenspiel aufgeführt wurde, ging der Spaß los. Highlight war eindeutig der Esel, hinter dem sich 2 Personen verbargen und der Josef, der die Hälfte des Spiels nur laut und machomäßig "Maria!!" rief :D . Nicht zu vergessen das lebendige Jesuskind, dass allerdings vom Auftritt des Krippenfigürchens getoppt wurde. Dieses wurde nämlich vom hinteren Teil der Kirche Richtung Altar vom Pfarrer hineingetragen und vorne stolz hochgehalten, wobei es zu schallendem Beifall kam. Ich meine, wenn man einer Marienstatue auf einem Böötchen auf dem Titicacasee mit Mützen zuwinken kann, ist dies auch nicht unmöglich! Erinnerte allerdings doch etwas an den König der Löwen. Und so konnten wir 4 Gringos uns ein kleines Lächeln nicht verkneifen. Aber es war trotzdem Weihnachten und so haben wir einfach mal alles so angenommen, schließlich war uns klar, dass wir nicht in Deutschland sind.
Als wir dann zuhause ankamen, war es doch ein bisschen wie daheim. Krippe (leider keinen Baum), Weihnachtsbeleuchtung und dazu "Stille Nacht" auf CD. Und natürlich ein Festessen. Anschließend saßen wir dann noch zusammen, haben die Weihnachtsgeschichte gelesen und uns auf den nächsten Morgen gefreut. Denn dieses Jahr haben wir es ganz nach englischer Art gemacht und die Geschenke am 25. morgens aufgemacht. Mein Wichtel war übrigens Hannah, wobei Paul mich bewichteln musste. Und er hat auch ziemlich ins schwarze getroffen mit dem Trivial Pursuit-Spiel, was dann unser Zeitvertreib des ganzen Nachmittags wurde. Dazu kam noch ein allerübertrumpfender Brunch mit allem, was das Herz begehrt, sodass wir auch im fernen Bolivien den Teil "Vollfressen" nicht zu kurz kommen lassen haben!
Aber alles schöne hat eine Ende und so ging es am Montag Morgen direkt wieder zur Arbeit.
Und zwar waren bei uns eigentlich Reisevorbereitungen angesetzt, da es am Dienstag in die Yungas (wie schon mit Apoyo) gehen sollte, aber schon bevor ich in der Casa de Paso ankam, wurde mir klar, dass es nicht zur Reise kommen sollte. Denn es wurde quasi über Nacht ein Gesetz herausgebracht, was den Benzinpreis verdoppelt hat (von ca. 3 auf 6 Bolivianos), mit der faulen Ausrede, ihn ans Ausland angleichen zu wollen, um Schmuggel zu verhindern. Dementsprechend sind dann also auch Fahrtpreise usw gestiegen, weshalb es zu Streiks kam. Und da wir die Fahrtkosten in die Yungas nicht mehr bezahlen konnten, wurde die Fahrt gestrichen. In meinem Fall ist ein "leider" überflüssig, da ich ziemlich unmotiviert war, weil ich mit Apoyo schon dorthin gefahren bin. Somit haben wir den Montag und den Dienstag mit reinem Gammeln verbracht. Dazu kam noch das schlechte, regnerische Wetter, was meine Laune noch mehr nach unten gezogen hat. Zwar kenne ich die ganzen Jungs, aber irgendwie ist es doch nicht "mein Projekt", wo ich mich auskenne, mich als Teil der Equipo fühl und weiß, was zu tun ist. Ich muss sagen, (ich hätte es vorher nicht gedacht), dass ich Apoyo vermisse, vor allem meine kleinen schnuffigen Kiddis und meine Equipo, die nächstes Jahr noch Zuwachs von einem Mitarbeiter aus dem Hogar bekommt:) 2011 kann kommen. Motivation ist da!
Jetzt steht erst einmal nach einem doch sehr gelungenen, wenn auch anderem, Weihnachtsfest Silvester an, dann das Zwischenseminar (oh ja.. schon ein halbes Jahr La Paz...) in Santa Cruz und dann gehts in Runde 2.
Ich bin zuversichtlich, dass ich lernen werde, mit der schwierigen Art meiner Chefin besser klarzukommen, jetzt, wo ich gemerkt hab, wie perfekt doch mein Projekt zu mir passt.
Dazu hat neben Annas Papa und Onkel noch Lea ihren Besuch für April angekündigt. Wie ich mich freue, all die faszinierenden Dinde von La Paz mit ihr zu teilen, wenn auch nur für 3 Wochen!
An dieser Stelle einen lieben Gruß in den Telgenkamp, auch an meine "2. Mutti" :)!!!
Und damit habe ich mal wieder einen Roman geschrieben und wünsche euch am Ende allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!! Hasta pronto, se cuidan, un beso!
Veri
Hab vergessen zu sagen, dass ich noch Fotos hochladen werde, aber für die, die es nicht abwarten können --> Annas Blog!
Freitag, 10. Dezember 2010
Advent Advent!
La Paz, 10.12.2010, 17:50 Ortszeit. Ca. 20 °C +, sonnig bis leicht bewölkt.
Ein Schuss unterbricht die Stille in der Küche der Wohnung der Volontäre. Wahrscheinlich wieder irgendeine Demonstration in der Stadt, die mal wieder den ganzen Nachmittagsverkehr lahmlegt und unzählige Menschen (darunter einige deutsche Volontäre, die auf dem Heimweg sind) verärgert. Alltag im schönen Bolivien!
Wahrscheinlich würden Anna und ich uns zu dieser Zeit gerade auf den Nachhauseweg machen nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag.. hätten wir nicht heute frei! =)
An der Ecke gleich eine Straße weiter vom Casa de Paso würden wir ungeduldig auf den Minibus mit der Nummer 355 warten, die Hände voll mit Tüten mit Milch, Brötchen, Käse und sonstiger Wochenendversorgung! Dann würden wir mit dem Bus durch das Zentrum von La Paz fahren und die ganze, doch eher unpassend erscheinende, Weihnachtsdeko bestaunen und uns lachend fragen, wo wir eigentlich gelandet sind. Unser Gekicher würde dann unterbrochen werden von Gefluche gefolgt von einem Augenroller, weil der Busfahrer wieder zehn Mal nacheinander hupt, um die Passanten am Straßenrand zum Mitfahren zu animieren. Und wenn dann der Voceador (Mensch, der aus dem Bus die Linie des Busses herausschreit) zum tausendsten Mal ankündigt, dass der Bus bis nach Alto Obrajes fährt, würden wir uns wünschen, schnell zuhause anzukommen. Aber dann wird einfach die Musik des iPods aufgedreht und abgewartet, bis wir endlich das Haus mit den Regenbogendächern erreichen. Und dann ist es da: das Wochenende!!
Juhu.. wieder eine Woche geschafft! Wieder einmal(bzw unzählige Male) mehr die anstrengende Art unserer Chefin ausgehalten, uns von 3 Mädche gleichzeitig frisieren lassen und dabei mit der 4. ein Klatschspiel a la " 6x6" spielen. Wieder einmal die interessantesten Kombinationen von Essen auf dem Teller betrachten und beim ersten Bissen entweder merken, dass es grauenvoller nicht geht oder überrascht sein von der "Essbarkeit". Und wieder einmal sich erfolgreich nach der Arbeit zum Volleyballtraining geschleppt trotz fehlender Motivation. Aber es geht nun mal in die heiße Phase... So darf ich jetzt und hier an dieser Stelle stolz verkünden, dass die Equipo "Apoyo Calle" es tatsächlich unter die besten vier Mannschaften der Fundacion geschafft hat und sich an diesem Samstag, das heißt morgen, in den Finalspielen behaupten darf. Verloren wird nicht, weil wir eigentlich schon gewonnen haben. Und ich bin zuversichtlich, dass wir es aufs Treppchen schaffen (zumindest auf die unterste Stufe:D) Vamos equipo! Und danach wird gefeiert. Aber nicht zu lange ;).. schließlic steht nächste Woche der Entspurt dieses Jahres an: Soommerferien!!
Besonders für unser Projekt ist das ausschlaggebend, weil das Schuljahr zuende geht und ein Großteil unserer Kinder schon in den Ferien ist. Aber auch die Mitarbeiter der Fundacion haben sich ihre Ferien verdient, und so werden am Mittwoch mit einer feierlichen "Clausura" ( Veranstaltung der ganzen Fundacion, wo jedes Projekt Tänze aufführt etc.. ) sämtliche Projekte geschlossen (alle, bis auf die Heime!!).
Am Dienstag steht in unserem Projekt noch die Geburtstagsfeier aus und dann heißt es auch sauber machen für das nächste Jahr..
Kurz vor Weihnachten werde ich dann zum Casa de Paso wechseln, wo ich auch über die Feiertage (weiterhin von Montag bis Freitag) zusammen mit Su und Paul arbeiten werde! Da ja keine Schule ist, werden wir die Zeit nutzen für Ausflüge , z.B. zu Fabriken, in diverse Parks, oder auch einfach mal sämtliche Wände des Heims verschönern!
Ansonsten werden wir Volontäre Weihnachten gemütlich zuhause verbringen, was leckeres kochen bzw essen gehen und natürlich wichteln :)
Ich bin ja mal gespannt, ob ähnliche Weihnachtsstimmung aufkommt wie in Deutschland, aber ich bin zuversichtlich, dass wir noch einen einigermaßen guten Baum finden, der sich neben unsere "wuundervolle" Krippe gesellen kann und das Ambiente des Wohnzimmers perfektioniert :D .
Und dann sobald das Volleyballturnier vorbei ist und der Weihnachtsstress auch, werden wir uns mal endlich Zeit nehmen zum Reisen: 1. Station: Cochabamba!
Außerdem, da unsere Volontärsausflüge von November und Dezember nur halbtägig ausfallen, können wir auch vielleicht einen der nächsten etwas länger gestalten.
Im November waren wir nämlich "nur" im Museum der San Franciso-Kathedrale und haben danach noch einen Film geschaut über das Leben auf der Straße! Wirklich beeindruckend! Im Dezember werden wir dann noch ein Museum besuchen, aber dafür geht es ja auch schon im Januar zum Zwischenseminar nach Santa Cruz! Wirklich erschreckend, wie schnell ein halbes Jahr vorbeigeht. Ich könnte hier weitere Romane über die Faszination Boliviens schreiben, aber (Achtung Zitat, für alle die Effi Briest gelesen haben :D ) "das ist ein zu weites Feld!"..
In dem Sinne, einen frohen 3. Advent, lasst euch nicht unterkriegen vom Schnee.
Ich schicke euch warme, sonnige Dezembergrüße aus La Paz!
Saludos!
Ein Schuss unterbricht die Stille in der Küche der Wohnung der Volontäre. Wahrscheinlich wieder irgendeine Demonstration in der Stadt, die mal wieder den ganzen Nachmittagsverkehr lahmlegt und unzählige Menschen (darunter einige deutsche Volontäre, die auf dem Heimweg sind) verärgert. Alltag im schönen Bolivien!
Wahrscheinlich würden Anna und ich uns zu dieser Zeit gerade auf den Nachhauseweg machen nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag.. hätten wir nicht heute frei! =)
An der Ecke gleich eine Straße weiter vom Casa de Paso würden wir ungeduldig auf den Minibus mit der Nummer 355 warten, die Hände voll mit Tüten mit Milch, Brötchen, Käse und sonstiger Wochenendversorgung! Dann würden wir mit dem Bus durch das Zentrum von La Paz fahren und die ganze, doch eher unpassend erscheinende, Weihnachtsdeko bestaunen und uns lachend fragen, wo wir eigentlich gelandet sind. Unser Gekicher würde dann unterbrochen werden von Gefluche gefolgt von einem Augenroller, weil der Busfahrer wieder zehn Mal nacheinander hupt, um die Passanten am Straßenrand zum Mitfahren zu animieren. Und wenn dann der Voceador (Mensch, der aus dem Bus die Linie des Busses herausschreit) zum tausendsten Mal ankündigt, dass der Bus bis nach Alto Obrajes fährt, würden wir uns wünschen, schnell zuhause anzukommen. Aber dann wird einfach die Musik des iPods aufgedreht und abgewartet, bis wir endlich das Haus mit den Regenbogendächern erreichen. Und dann ist es da: das Wochenende!!
Juhu.. wieder eine Woche geschafft! Wieder einmal(bzw unzählige Male) mehr die anstrengende Art unserer Chefin ausgehalten, uns von 3 Mädche gleichzeitig frisieren lassen und dabei mit der 4. ein Klatschspiel a la " 6x6" spielen. Wieder einmal die interessantesten Kombinationen von Essen auf dem Teller betrachten und beim ersten Bissen entweder merken, dass es grauenvoller nicht geht oder überrascht sein von der "Essbarkeit". Und wieder einmal sich erfolgreich nach der Arbeit zum Volleyballtraining geschleppt trotz fehlender Motivation. Aber es geht nun mal in die heiße Phase... So darf ich jetzt und hier an dieser Stelle stolz verkünden, dass die Equipo "Apoyo Calle" es tatsächlich unter die besten vier Mannschaften der Fundacion geschafft hat und sich an diesem Samstag, das heißt morgen, in den Finalspielen behaupten darf. Verloren wird nicht, weil wir eigentlich schon gewonnen haben. Und ich bin zuversichtlich, dass wir es aufs Treppchen schaffen (zumindest auf die unterste Stufe:D) Vamos equipo! Und danach wird gefeiert. Aber nicht zu lange ;).. schließlic steht nächste Woche der Entspurt dieses Jahres an: Soommerferien!!
Besonders für unser Projekt ist das ausschlaggebend, weil das Schuljahr zuende geht und ein Großteil unserer Kinder schon in den Ferien ist. Aber auch die Mitarbeiter der Fundacion haben sich ihre Ferien verdient, und so werden am Mittwoch mit einer feierlichen "Clausura" ( Veranstaltung der ganzen Fundacion, wo jedes Projekt Tänze aufführt etc.. ) sämtliche Projekte geschlossen (alle, bis auf die Heime!!).
Am Dienstag steht in unserem Projekt noch die Geburtstagsfeier aus und dann heißt es auch sauber machen für das nächste Jahr..
Kurz vor Weihnachten werde ich dann zum Casa de Paso wechseln, wo ich auch über die Feiertage (weiterhin von Montag bis Freitag) zusammen mit Su und Paul arbeiten werde! Da ja keine Schule ist, werden wir die Zeit nutzen für Ausflüge , z.B. zu Fabriken, in diverse Parks, oder auch einfach mal sämtliche Wände des Heims verschönern!
Ansonsten werden wir Volontäre Weihnachten gemütlich zuhause verbringen, was leckeres kochen bzw essen gehen und natürlich wichteln :)
Ich bin ja mal gespannt, ob ähnliche Weihnachtsstimmung aufkommt wie in Deutschland, aber ich bin zuversichtlich, dass wir noch einen einigermaßen guten Baum finden, der sich neben unsere "wuundervolle" Krippe gesellen kann und das Ambiente des Wohnzimmers perfektioniert :D .
Und dann sobald das Volleyballturnier vorbei ist und der Weihnachtsstress auch, werden wir uns mal endlich Zeit nehmen zum Reisen: 1. Station: Cochabamba!
Außerdem, da unsere Volontärsausflüge von November und Dezember nur halbtägig ausfallen, können wir auch vielleicht einen der nächsten etwas länger gestalten.
Im November waren wir nämlich "nur" im Museum der San Franciso-Kathedrale und haben danach noch einen Film geschaut über das Leben auf der Straße! Wirklich beeindruckend! Im Dezember werden wir dann noch ein Museum besuchen, aber dafür geht es ja auch schon im Januar zum Zwischenseminar nach Santa Cruz! Wirklich erschreckend, wie schnell ein halbes Jahr vorbeigeht. Ich könnte hier weitere Romane über die Faszination Boliviens schreiben, aber (Achtung Zitat, für alle die Effi Briest gelesen haben :D ) "das ist ein zu weites Feld!"..
In dem Sinne, einen frohen 3. Advent, lasst euch nicht unterkriegen vom Schnee.
Ich schicke euch warme, sonnige Dezembergrüße aus La Paz!
Saludos!
Samstag, 20. November 2010
Lebenszeichen!!
Ich habe mich in letzter Zeit nicht wirklich viel gemeldet, aber ja, ich lebe noch!!
Irgendwie gab es seit Allerheiligen keine großen, herausstechenden Ereignisse mehr, trotzdem aber immer volles Programm!
Bei der Arbeit läuft soweit alles wie gehabt. Mittlerweile hab ich mich wirklich gut eingefunden, weiß wie alles abläuft und habe die Kinder jetzt schon in mein Herzchen geschlossen!!
Klar, dass es manchmal nervt, vor allem ist es schwer, als Autoritätsperson angesehen zu werden. Man ist halt die Voluntaria, die da von ganz weit weg kommt und wenn die was sagt, hat das nicht so viel Gewicht. Manchmal, wenn unsere Equipo wieder eine Teambesprechung hat und Anna und ich, bzw eine von uns beiden, wieder bei den Kindern bleiben muss, kommen wir ganz schön in Schwierigkeiten. Der ganze Haufen Kinder ist nicht so leicht zu bändigen. Der eine ärgert den anderen, welcher dann kommt und petzt und dann heißt es, dass der und der noch Hausaufgaben hat und nicht spielen darf und und und.. Am Ende bin ich dann immer fertig, aber auch ein bisschen stolz, das alleine doch irgendwie hinbekommen zu haben!
Und was kommt nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag? Nein, nicht der Feierabend. Noch nicht!
Jeden Dienstag und Donnerstag trainieren wir im Moment mit den Trabajadores für das Volleyballturnier, das in vollem Gange ist. Und ich muss sagen, ich habe wieder richtig Spaß am Volleyball gefunden, nachdem meine Vereinszeit dann doch vor einigen Jahren zuende ging. An manchen Tagen lachen wir mehr beim Training, als dass wir spielen ;) Jeder kleine Fehler wird eine Lachnummer und ich darf mir dann immer von Jose Luis anhören, dass es meine Schuld ist- aus Spaß natürlich! Übrigens hat sich in meiner Equipo schon der Spitzname "Veri" durchgesetzt, wobei Joaquin teilweise immer noch die Variante "Anna-Verena" vorzieht, einfach weil er uns anscheinend nicht so leicht auseinanderhalten kann.
Heute hatten wir dann wieder ein Spiel und zwar gegen die Equipo von Casa Esperanza (Jungenheim). Den ersten Satz konnten wir für uns entscheiden, bei den anderen beiden lief es dann leider nicht so optimal und am Ende haben wir relativ knapp verloren. Jetzt heißt es: Vamos equipo, con fuerza .. nächste Woche gegen CEIKU und danach gegen Unidades Productivas!
Demnächst dürfte dann auch wieder die nächste Gruppenaktivität anstehen und ansonsten sind wir im Moment dabei, uns schonmal auf Weihnachten vorzubereiten.
Sämtliche Pläne, uns trotz Sonne, Wärme und Sommer in Weihnachtsstimmung zu bringen, stehen.
Erstmal danke an Jana, die mir den Dezember mit einem Miniadventskalender versüßen wird und mich mit dem ersten Weihnachtspäckchen schonmal in Vorfreude gestimmt hat. Ich bin gespannt, was noch so kommt. Danke schonmal, natürlich auch an Lea!!! :)
Dann werden wir noch von der Wohnung einen Adventskalender für alle basteln, wo dann für alle jeden Tag was drin ist. Dazu gibts dann noch Stollen von der Arco Iris Bäckerei!!!
Mal schauen, wir schwer das mit dem Baum wird. Es ist sowieso etwas eigenartig, die ganze Weihnachtsdeko und - beleuchtung zu entdecken, während man durch die Stadt läuft und die Sonne einem ins Gesicht scheint! Aber gut, immer mal was neues.
Ich bin gespannt, auch auf meine "Ferien" im Casa de Paso, wenn unser Projekt geschlossen wird über Weihnachten. Aber davon berichte ich ein anderes Mal...
Jetzt schonmal allen eine schöne Adventszeit, aber ich werde mich vorher sicherlich noch einmal melden!
Liebe Grüße aus dem somnmerlichen La Paz!!
Irgendwie gab es seit Allerheiligen keine großen, herausstechenden Ereignisse mehr, trotzdem aber immer volles Programm!
Bei der Arbeit läuft soweit alles wie gehabt. Mittlerweile hab ich mich wirklich gut eingefunden, weiß wie alles abläuft und habe die Kinder jetzt schon in mein Herzchen geschlossen!!
Klar, dass es manchmal nervt, vor allem ist es schwer, als Autoritätsperson angesehen zu werden. Man ist halt die Voluntaria, die da von ganz weit weg kommt und wenn die was sagt, hat das nicht so viel Gewicht. Manchmal, wenn unsere Equipo wieder eine Teambesprechung hat und Anna und ich, bzw eine von uns beiden, wieder bei den Kindern bleiben muss, kommen wir ganz schön in Schwierigkeiten. Der ganze Haufen Kinder ist nicht so leicht zu bändigen. Der eine ärgert den anderen, welcher dann kommt und petzt und dann heißt es, dass der und der noch Hausaufgaben hat und nicht spielen darf und und und.. Am Ende bin ich dann immer fertig, aber auch ein bisschen stolz, das alleine doch irgendwie hinbekommen zu haben!
Und was kommt nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag? Nein, nicht der Feierabend. Noch nicht!
Jeden Dienstag und Donnerstag trainieren wir im Moment mit den Trabajadores für das Volleyballturnier, das in vollem Gange ist. Und ich muss sagen, ich habe wieder richtig Spaß am Volleyball gefunden, nachdem meine Vereinszeit dann doch vor einigen Jahren zuende ging. An manchen Tagen lachen wir mehr beim Training, als dass wir spielen ;) Jeder kleine Fehler wird eine Lachnummer und ich darf mir dann immer von Jose Luis anhören, dass es meine Schuld ist- aus Spaß natürlich! Übrigens hat sich in meiner Equipo schon der Spitzname "Veri" durchgesetzt, wobei Joaquin teilweise immer noch die Variante "Anna-Verena" vorzieht, einfach weil er uns anscheinend nicht so leicht auseinanderhalten kann.
Heute hatten wir dann wieder ein Spiel und zwar gegen die Equipo von Casa Esperanza (Jungenheim). Den ersten Satz konnten wir für uns entscheiden, bei den anderen beiden lief es dann leider nicht so optimal und am Ende haben wir relativ knapp verloren. Jetzt heißt es: Vamos equipo, con fuerza .. nächste Woche gegen CEIKU und danach gegen Unidades Productivas!
Demnächst dürfte dann auch wieder die nächste Gruppenaktivität anstehen und ansonsten sind wir im Moment dabei, uns schonmal auf Weihnachten vorzubereiten.
Sämtliche Pläne, uns trotz Sonne, Wärme und Sommer in Weihnachtsstimmung zu bringen, stehen.
Erstmal danke an Jana, die mir den Dezember mit einem Miniadventskalender versüßen wird und mich mit dem ersten Weihnachtspäckchen schonmal in Vorfreude gestimmt hat. Ich bin gespannt, was noch so kommt. Danke schonmal, natürlich auch an Lea!!! :)
Dann werden wir noch von der Wohnung einen Adventskalender für alle basteln, wo dann für alle jeden Tag was drin ist. Dazu gibts dann noch Stollen von der Arco Iris Bäckerei!!!
Mal schauen, wir schwer das mit dem Baum wird. Es ist sowieso etwas eigenartig, die ganze Weihnachtsdeko und - beleuchtung zu entdecken, während man durch die Stadt läuft und die Sonne einem ins Gesicht scheint! Aber gut, immer mal was neues.
Ich bin gespannt, auch auf meine "Ferien" im Casa de Paso, wenn unser Projekt geschlossen wird über Weihnachten. Aber davon berichte ich ein anderes Mal...
Jetzt schonmal allen eine schöne Adventszeit, aber ich werde mich vorher sicherlich noch einmal melden!
Liebe Grüße aus dem somnmerlichen La Paz!!
Freitag, 5. November 2010
Todos Santos!
Und auch in Bolivien wurde es Zeit für einen Feiertag: Allerheiligen.
Am Montag, dem 1.11. hatten wir leider nicht frei, aber es war trotzdem kein ganz normaler Tag im Casa de Paso:
Erstens logischerweise wegen besagtem Feiertag. So wurde im Speisesaal ein Tisch mit Broten und anderen Lebensmittel aufgebaut. Und so "musste" jeder, der zum Mittagessen kam, zuerst vor dem Tisch für die Verstorbenen beten, und bekam nachher noch eine Tüte mit einer Art Popcorn und eine mit Brot geschenkt.. Also ich sollte das vielleicht kurz erkläre: Zu Allerheiligen ist es am Friedhof so üblich, dass man zu den Gräbern geht, die Angehörigen fragt, ob man für den Verstorbenen beten kann und als Dank bekommt man Brot geschenk. Interessante Sache! So sind wir am Dienstag morgen auch erstmal zum Friedhof gegangen, haben einige Gräber von Verstorbenen der Fundacion besucht und haben dann noch an einem Grab gebetet.
Apropos: die Gräber sind hier etwas anders gestaltet: Schwer zu erklären.. Man kann sich das etwa wie ein "Regal" vorstellen mit einzelnen "Fächern" für die Gräber- man sagte mir, dass es in Italien bzw Kroatien auch so ist-.. Und vor den meisten Gräbern sind dann etweder Glasscheiben oder Gitter und innen drin Tafeln mit dem Namen usw. Dann sind da allerdings auch noch jene Gräber, wo einfach in den Beton der Name und das Datum eingeritzt wurde.. ganz schön krass der Unterschied..
Aber gut, kommen wir zurück zum Montag.
Am Nachmittag haben wir Besuch von einer deutschen Delegation aus dem BMZ, der Botschaft und von der FAZ (Augen auf, vielleicht erscheint ja ein Artikel oder ähnliches über die FAI!) im Casa de Paso erwartet. Erstmal wurde alles geschmückt etc und auf der Cancha wurden sämtliche Geschenke/ Spenden der Botschaft an die Fundacion präsentiert.
Und um kurz nach 2 waren alle Kinder, Mitarbeiter, Volontäre etc auf der Cancha versammelt und dann kamen die feinen Anzugträger und ließen sich von allen Seiten begutachten. Dann hielt eine Frau der Botschaft eine Rede, die einige von uns in eine ziemlich unangenehme Situation brachte. Es ging die ganze Zeit darum, wie toll das deutsche Volk ist, dass sie die Fundacion finanziell unterstützen und der Höhepunkt wurde dann erreicht,als sie meinte, dass die Beneficiarios heute noch abhängig von den Deutschen wären, aber irgendwann ja eigenständig sein würden. Und die Freiwilligen würden ja auch so hart arbeiten und die Kinder würden so viel von uns lernen. Alles schön und gut. Aber man sitzt da als Deutscher zwischen den ganzen Kindern und schämt sich dafür, so reich und spießig zu sein.
Ich will das nicht alles schlechtreden, aber für meinen Geschmack war es zu überzogen! Aber immerhin wird man dann vielleicht in Deutschland mal auf sowas wie die Fundacion aufmerksam!!
Nachdem wir also am Dienstag frei hatten, wurde es am Donnerstag wieder hööchste Zeit für ein weiteres Volleyballtraining, bevor uns am Samstag (dh. heute) gleich zwei Gegner bevorstanden.
Zuerst gegen Betania und dann gegen Casa de Paso:
eigentlich keine wirkliche Herausforderung, nachdem wir schon gegen so gut wie alle starken Mannschaften gespielt hatten. Aber man darf sich ja auf nichts im Leben verlassen.
Betania ließ sich dann wie erwartet auch relativ einfach besiegen: beide Sätze ca. 25 zu 8. Bei Casa de Paso war das dann plötzlich jedoch nicht mehr so einfach.
Schon am Anfang lagen wir hinten, bis es dann irgendwann 20-15 für die anderen stand. Da kam schon etwas Panik vor der bevorstehenden Blamage auf. Wir konnten das Spiel dann aber noch rumreißen und haben den 1. Satz schließlich 26 zu 24 gewonnen.
Der Zweite gestaltete sich dann weesentlich einfacher und wir haben ihn dann auch mit 25 zu 8 schnell beendet und können jetzt also zwei Siege auf unser Konto gutschreiben lassen! Also equipo, wir sind noch im Spiel, mal schauen, ob wir es unter die besten vier Mannschaften schaffen!! Vamos!
Nach dem Spiel haben wir dann noch Kathia und ihre Familie zum Essen eingeladen.
Wie beistert Bolivianer doch von einer einfach Pilzsoße bzw Geschnetzeltem sein können. Schließlich gibt es hier außer Erdnusssoße immer nur trockenen Reis mit Fleisch und Salat. Fazit also: der Tag war ein voller Erfolg in jeglicher Hinsicht.
Mal sehen, wie es morgen wird: Anna, Hannah und Steffi spielen wieder in El Alto mit Kathia und ihrer Mannschaft Fußball und diesmal werde ich mich motivieren und mitkommen zum Anfeuern!
Und jetzt werden wir erstmal totmüde von der ganzen Anstrengung heute ins Bettchen fallen, nachdem wir uns doch dagegen entschieden haben, auszugehen!
Wenn ich schaffe, werd ich morgen noch Fotos vom Friedhof etc hochladen, ansonsten Hasta la proximo!
Veri
Am Montag, dem 1.11. hatten wir leider nicht frei, aber es war trotzdem kein ganz normaler Tag im Casa de Paso:
Erstens logischerweise wegen besagtem Feiertag. So wurde im Speisesaal ein Tisch mit Broten und anderen Lebensmittel aufgebaut. Und so "musste" jeder, der zum Mittagessen kam, zuerst vor dem Tisch für die Verstorbenen beten, und bekam nachher noch eine Tüte mit einer Art Popcorn und eine mit Brot geschenkt.. Also ich sollte das vielleicht kurz erkläre: Zu Allerheiligen ist es am Friedhof so üblich, dass man zu den Gräbern geht, die Angehörigen fragt, ob man für den Verstorbenen beten kann und als Dank bekommt man Brot geschenk. Interessante Sache! So sind wir am Dienstag morgen auch erstmal zum Friedhof gegangen, haben einige Gräber von Verstorbenen der Fundacion besucht und haben dann noch an einem Grab gebetet.
Apropos: die Gräber sind hier etwas anders gestaltet: Schwer zu erklären.. Man kann sich das etwa wie ein "Regal" vorstellen mit einzelnen "Fächern" für die Gräber- man sagte mir, dass es in Italien bzw Kroatien auch so ist-.. Und vor den meisten Gräbern sind dann etweder Glasscheiben oder Gitter und innen drin Tafeln mit dem Namen usw. Dann sind da allerdings auch noch jene Gräber, wo einfach in den Beton der Name und das Datum eingeritzt wurde.. ganz schön krass der Unterschied..
Aber gut, kommen wir zurück zum Montag.
Am Nachmittag haben wir Besuch von einer deutschen Delegation aus dem BMZ, der Botschaft und von der FAZ (Augen auf, vielleicht erscheint ja ein Artikel oder ähnliches über die FAI!) im Casa de Paso erwartet. Erstmal wurde alles geschmückt etc und auf der Cancha wurden sämtliche Geschenke/ Spenden der Botschaft an die Fundacion präsentiert.
Und um kurz nach 2 waren alle Kinder, Mitarbeiter, Volontäre etc auf der Cancha versammelt und dann kamen die feinen Anzugträger und ließen sich von allen Seiten begutachten. Dann hielt eine Frau der Botschaft eine Rede, die einige von uns in eine ziemlich unangenehme Situation brachte. Es ging die ganze Zeit darum, wie toll das deutsche Volk ist, dass sie die Fundacion finanziell unterstützen und der Höhepunkt wurde dann erreicht,als sie meinte, dass die Beneficiarios heute noch abhängig von den Deutschen wären, aber irgendwann ja eigenständig sein würden. Und die Freiwilligen würden ja auch so hart arbeiten und die Kinder würden so viel von uns lernen. Alles schön und gut. Aber man sitzt da als Deutscher zwischen den ganzen Kindern und schämt sich dafür, so reich und spießig zu sein.
Ich will das nicht alles schlechtreden, aber für meinen Geschmack war es zu überzogen! Aber immerhin wird man dann vielleicht in Deutschland mal auf sowas wie die Fundacion aufmerksam!!
Nachdem wir also am Dienstag frei hatten, wurde es am Donnerstag wieder hööchste Zeit für ein weiteres Volleyballtraining, bevor uns am Samstag (dh. heute) gleich zwei Gegner bevorstanden.
Zuerst gegen Betania und dann gegen Casa de Paso:
eigentlich keine wirkliche Herausforderung, nachdem wir schon gegen so gut wie alle starken Mannschaften gespielt hatten. Aber man darf sich ja auf nichts im Leben verlassen.
Betania ließ sich dann wie erwartet auch relativ einfach besiegen: beide Sätze ca. 25 zu 8. Bei Casa de Paso war das dann plötzlich jedoch nicht mehr so einfach.
Schon am Anfang lagen wir hinten, bis es dann irgendwann 20-15 für die anderen stand. Da kam schon etwas Panik vor der bevorstehenden Blamage auf. Wir konnten das Spiel dann aber noch rumreißen und haben den 1. Satz schließlich 26 zu 24 gewonnen.
Der Zweite gestaltete sich dann weesentlich einfacher und wir haben ihn dann auch mit 25 zu 8 schnell beendet und können jetzt also zwei Siege auf unser Konto gutschreiben lassen! Also equipo, wir sind noch im Spiel, mal schauen, ob wir es unter die besten vier Mannschaften schaffen!! Vamos!
Nach dem Spiel haben wir dann noch Kathia und ihre Familie zum Essen eingeladen.
Wie beistert Bolivianer doch von einer einfach Pilzsoße bzw Geschnetzeltem sein können. Schließlich gibt es hier außer Erdnusssoße immer nur trockenen Reis mit Fleisch und Salat. Fazit also: der Tag war ein voller Erfolg in jeglicher Hinsicht.
Mal sehen, wie es morgen wird: Anna, Hannah und Steffi spielen wieder in El Alto mit Kathia und ihrer Mannschaft Fußball und diesmal werde ich mich motivieren und mitkommen zum Anfeuern!
Und jetzt werden wir erstmal totmüde von der ganzen Anstrengung heute ins Bettchen fallen, nachdem wir uns doch dagegen entschieden haben, auszugehen!
Wenn ich schaffe, werd ich morgen noch Fotos vom Friedhof etc hochladen, ansonsten Hasta la proximo!
Veri
Dienstag, 2. November 2010
Eine Runde Fotos
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